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Marco Lüchinger, 2021

Titel Charakterisierung und Modellierung von Werkstoff und Reibung für die FE-Simulation des Rohrziehens
Autor/Autor Marco Lüchinger  
Verleger Vulkan Verlag GmbH  
Erscheinungsjahr 2021  
Gesamttitel Werkstofftechnologische Schriftenreihe ; Bd. 22  
Hochschulschrift Zugl.: Dortmund, Techn. Univ., Diss., 2021  
ISBN 978-3-8027-8829-1  
Sprache Deutsch  
Schlagwörter    
Bezugsquelle 31,50€ beim Vulkan-Verlag  

Kurzfassung

Kaltgezogene Präzisionsstahlrohre zeichnen sich durch eine exzellente Form- und Maßhaltigkeit sowie eine hohe Oberflächenqualität aus. Daher werden sie oft als Halbzeuge für den Anlagen-, Fahrzeug- und Maschinenbau sowie in der Möbelindustrie eingesetzt. Im automobilen Leichtbau haben Stahlrohre durch die Entwicklung von Werkstoffen mit hoher Festigkeit an Bedeutung gewonnen. Die Verarbeitung dieser Werkstoffe hat auch die Anforderung an Fertigungsprozesse erhöht. Bisher erfolgt die Prozess- und Werkzeugauslegung für das Rohrziehen noch weitgehend empirisch. Im Hinblick auf steigende Anforderungen, kürzere Entwicklungszeiten und wachsenden Kostendruck sind auf Versuch und Irrtum basierende Entwicklungsmethoden jedoch nicht zielführend.

Das Ziel dieser Arbeit war, ein virtuelles Prozessmodell für das Ziehen von Stahlrohren auf Basis der Finite-Elemente-Methode (FEM) zu entwickeln. In Verbindung mit Optimierungsalgorithmen soll das Prozessmodell zukünftig die Automatisierung der Prozess- und Werkzeug-Auslegung ermöglichen.

Buchumschlag der Dissertation © LWT

Die Kopplung an Optimierungsalgorithmen erfordert einerseits eine sehr hohe Rechengenauigkeit, andererseits aber auch kurze Rechenzeiten. Dieser widersprüchlichen Forderung wird durch eine genaue thermo-mechanische Charakterisierung von Werkstoff und Reibung sowie eine phänomenologische Modellierung konstitutiver Gesetze begegnet. Als Werkstoff wurde der borlegierte Vergütungsstahl 34MnB5 betrachtet, welcher in der Automobilindustrie häufig für strukturrelevante Bauteile eingesetzt wird. Das Schmierstoffsystem zur Minimierung von Reibung und Verschleiß bestand aus Zinkphosphat, Zinkstearat und Natriumstearat.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich das thermo-mechanische Verhalten von Werkstoff und Reibung mit phänomenologischen Modellen realitätsgetreu beschreiben lässt. Ferner bestätigt die experimentelle Validierung, dass die Genauigkeit der FE-Simulation durch eine bidirektionale thermo-mechanische Kopplung signifikant erhöht werden kann. Mit dem entwickelten Prozessmodell ist es somit möglich, die Eigenschaften (Dimension, Fließspannung, Eigenspannung) von gezogenen Rohren präzise vorherzusagen. Dies gilt auch für die Ziehkraft und die beim Ziehen auftretenden Temperaturen. Das entwickelte Prozessmodell bietet damit eine validierte Basis für zukünftige Prozessoptimierungen. Dank der kurzen Rechenzeit lässt es sich in Verbindung mit Optimierungsalgorithmen auch für die automatisierte, rechnergestützte Auslegung von Ziehwerkzeugen verwenden.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.