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Atmosphärische Plasmaspritzanlage Typ Multi Coat (SULZER METCO)

Durch steigende Anlagenleistungen erhöht sich die Beanspruchung von Bauteilen. Dies hat zur Folge das höherfeste Werkstoffe gefordert werden. Dies ist aber aus Kostengründen nicht immer vereinbar. Eine Abhilfe stellen Beschichtungsverfahren und speziell das das thermische Spritzen dar. Beim thermischen Spritzen wird eine oder mehrere Funktionsschichten auf einen Grundwerkstoff aufgebracht. Es lassen sich so gezielt Oberflächeneigenschaften verändern bzw. einstellen wie beispielsweise hoher Korrosions- oder Verschleißschutz.

 

Technische Daten der Anlage:

Betriebsspannungen: 3x 380 V / 50 Hz atmossphaerische_plasmaspritzanlage_01
Leistungsbereich: 40 – 55 kW
Kühlmedium: entionisiertes Wasser
Prozessgase:
  • Ar: 2-100 NL/min*
  • H2: 0,4-20 NL/min
  • He: 4-200 NL/min
  • N2-50 NL/min

(* NL=Normliter bei T=0°C, p=101325 Pa)

Partikelgeschwindigkeit: > 100 m/s
Auftragsrate: 5-10 kg/h
Plasmatemperatur: 12000-20000 K

 

Beim atmosphärischen Plasmaspritzen wird ein Plasmabrenner mit Prozessgasen (i.d.R. Argon/ Wasserstoff) durchströmt. Zwischen Anode und Kathode im Brenner wird ein Lichtbogen erzeugt. Es bildet sich ein Plasma aus, welches den Brenner mit einer hohen Geschwindigkeit verlässt. Der aufzuspritzende Werkstoff liegt in Pulverform vor und wird mittels eines Pulverförderers rechtwinklig in den austretenden Plasmastrahl eingedüst, wo er aufschmilzt und zur beschichtenden Oberfläche hin beschleunigt wird. Die Partikel treffen dort mit einer hohen thermischen und kinetischen Energie auf und verbinden sich zu einer festen Beschichtung.

 

Der große Vorteil des Plasmaspritzens gegenüber anderen thermischen Spritzverfahren ist die sehr hohe Temperatur, die im Plasma erzeugt wird. Es können so auch höchstschmelzende Materialien wie Keramiken zur Beschichtung verwendet werden.